Wir melden uns nach einer längeren Schaffenspause zurück mit einem superleckeren Sommerrezept, das Geniesserherzen höher schlagen lässt, vor allem auch, wenn es sich um vegane Gourmets handelt, die den Geschmack eines frischen Burgers nicht missen wollen. Der Pattie ist aus Linsen, kleine Hülsenfrüchtchen, die es faustdick hinter den runden Öhrchen haben.

Ein Linsenburger mit Mango - Chutney, rote Bete, Tomaten, Gurken und jungem Spinat. Petersilie und altes Besteck im Hintergrund. Burger auf dunklem Holzbrett und altem Messer. Weisser Hintergrund.

Klein, rund, aber oho.

Die Rede ist von Linsen, die zu den Hülsenfrüchten zählen und von denen es unglaublich viele Sorten gibt, die entweder geschält oder ungeschält angeboten werden. Geschält sind sie leichter verdaulich, ungeschält enthalten sie mehr Nährstoffe. Linsen sind eine wunderbare pflanzliche Eiweissquelle mit einem hohen Ballaststoffanteil, so versorgen sie unsere Muskeln mit vielen Aminosauren für ein gutes Wachstum und unterstützen die Verdauung. Studien zeigen sogar, dass Leistungssportler eine bessere Ausdauerleistung vollbringen, wenn sie anstatt Getreide vor Wettkämpfen Linsen essen. Spannend, nicht? 

Wir lieben Linsen, so verwundert es nicht, dass sie hier in diesem Pattie Verwendung finden und ganz ehrlich – seit diesem Rezept sind wir kaum von Burgern fernzuhalten, vor allem, wenn nach einer langen Trainingseinheit so richtig der Proteinhunger aufkommt. Ehrlich, welcher Sportler kennt das nicht, wenn man am liebsten in den Ruderer (man ersetze es durch die Sportart der Wahl) vor einem beissen würde vor lauter Hunger, ganz ähnlich wie Alex, der Löwe in Madagascar, in seinem Freund Marty urplötzlich mehr Steak als Zebra sieht. Und hoffentlich liest das Joelles Trainingspartner nun nicht, sonst wird sie ihre Zeit wohl gezwungenermaßen im Einer fristen müssen.

Bisstacchio.

Ähnlich wie es durch die aktuelle Corona – Pandemie in unser aller Leben zu Veränderungen gekommen ist, so ist auch bei Bisstacchio in den letzten Wochen einiges los gewesen und so stehen bald ein paar Änderungen an, die das Bild des Blogs wohl grundlegend ändern werden, aber versprochen, alles zu seiner Zeit und ihr werdet das Projekt hoffentlich genauso lieben wie zuvor. Wir tun es jedenfalls. Mehr als zuvor. Seid gespannt, es dauert nicht mehr lange, denn die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Ei-Ersatz leicht gemacht.

Wie ihr wisst, sind wir keine Veganer, dennoch essen wir an vielen Tagen vegetarisch oder vegan, einfach, weil es lecker ist.

Eier sind, sind wir mal ehrlich, mit das leckerste Lebensmittel auf diesem schönen Planeten, aber man kann sie auch richtig gut ersetzen, wenn man darauf verzichten möchte. Eine Variante ist das sogenannte Chia – Ei.
Dafür müsst ihr nur ein Esslöffel Chiasamen mit drei Esslöffel Wasser vermengen und 10 Minuten stehen lassen. Finito.

Die Chia – Samen kann man übrigens problemlos mit Leinsamen ersetzen, funktioniert genauso und es gibt einen gravierenden Pluspunkt: Regionalität.

Aus Tofu lassen sich, vor allem mit dem speziellen Kala Namak – Salz, das nach Eiern schmeckt, Rühreier zaubern und habt ihr gewusst, dass das Kichererbsenwasser, Aqua faba genannt, zu „Eischnee“ geschlagen werden kann? Meringues funktionieren prächtig damit.

In süßen Rezepten kann man es auch mit Apfelmus oder reifen Bananen versuchen. Dabei gilt, ein Ei ist ca. eine halbe zerdrückte Banane oder ein Esslöffel Apfelmus. Am besten ist es jedoch, dieser Backversuch wird heimlich durchgeführt und nicht zum ersten Mal auf die Probe gestellt, wenn man eine Meute hungriger Gäste erwartet, wie Joelle das oft macht und dann mehr improvisiert, als sich an Rezepte hält. So viel zu Foodblogger und Rezepten.

Und dann gibt es natürlich noch das Ei-Ersatzpulver, wobei wir ja generell kein Fan von „Fertigprodukten“ sind, deswegen kommt es in unserer Küche nicht zum Einsatz, wäre aber natürlich eine weitere Variante.

Ein Linsenburger mit Mango - Chutney, rote Bete, Tomaten, Gurken und jungem Spinat. Mango-Chutney in Glas und altes Besteck im Hintergrund. Burger auf dunklem Holzbrett und altem Messer. Weisser Hintergrund.

Mango – einmal Sonne zum Vernaschen bitte.

Ok, wir müssen hier wirklich kleinlaut zugeben, dass dieses Rezept nicht von uns stammt, denn wir waren so begeistert von dem Mango Chutney auf www.fooby.ch (nein, keine bezahlte Werbung, die Rezepte sind einfach lecker), dass wir euch kurzerhand darauf aufmerksam machen mussten und es hier in diesem Burger verwendet haben, weil es ganz frisch in unserem Kühlschrank steht und uns täglich anlacht. Aber nicht mehr lange, es schmeckt einfach zu verführerisch.

Die Sonne scheint immer.

Habt einen wunderschönen Tag und genießt den Burger, der euch mit dem Mango – Chutney bestimmt Sonnenschein bringt, ganz egal, wie das Wetter draußen ist, denn: die Sonne scheint immer, man muss sie nur sehen.

Wir freuen uns natürlich riesig, wenn ihr unsere Kreationen ausprobiert und würden sie liebend gerne sehen. Verlinkt uns auf Instagram doch mit @bisstacchio und dem Hashtag #bisstacchiorecipes.

Linsenburger mit Mango – Chutney

Ein veganer Burger mit einem Linsenpattie als Herzstück und dank Mango – Chutney auf jeden Fall ein Sonnenschein – Garant. Veganer und Fleischtiger werden gleichermaßen satt und glücklich sein, vor allem mit einem Gläschen Rotwein in der Hand.
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Arbeitszeit: 1 Stunde 15 Minuten
Portionen: 6 Personen

Zutaten

Linsenpatties

  • 150 g Berglinsen
  • 80 g Karotten
  • 50 g rohe rote Beete
  • 60 g Vollkorndinkelgrieß
  • 2 Chia – Eier 2 EL Chia Samen mit 6EL Wasser mischen
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 5 Stängel Oregano
  • 2-3 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

übrige Zutaten

  • 6 rustikale Brötchen
  • 3 Snackgurken
  • 3 Tomaten
  • 100 g geriebene rote Beete
  • 50 g Rucola
  • einige Blätter Sauerampfer oder Jungspinat

Mango Chutney – Rezept im Link in der Anleitung.

    Anleitungen

    • Bereitet als erstes das Mango – Chutney nach Anleitung zu. Das Rezept findet ihr auf Fooby. In der Zwischenzeit könnt ihr euch dann an den Burger wagen, um Zeit zu sparen.
    • Möhren und rote Bete kleinschneiden.
    • Chia – Eier ansetzen: 2 EL Chiasamen mit 6 EL Wasser vermengen und 10 Minuten stehen lassen. 
    • Kocht die Linsen in reichlich Wasser so lange, bis sie weich sind. Kurz vor Garende gebt ihr die Möhren und rote Bete hinzu. Nach 5 Minuten könnt ihr alles zusammen abschöpfen und in eine Schüssel geben. 
    • Die Zwiebel und die Knoblauchzehen kleinschneiden. Oregano hacken. 
    • Wenn die Linsen fertig sind, abgiessen und alle Zutaten inklusive Chia – Eier in eine Schüssel geben. Gut mit Salz und Pfeffer würzen. Im Anschluss alles grob pürieren, sodass ihr nur noch ganz kleine Stücke habt. Lasst die Masse für 10 Minuten ruhen. 
    • In dieser Zeit könnt ihr die restliche rote Beete reiben, die Snackgurken und Tomaten in Scheiben schneiden, sowie die Sauerampfer- oder Spinatblätter waschen.
    • Die Linsenmasse sollte nun gut zusammenhalten, wenn ihr 6 Burger – Patties formt. Anderenfalls benötigt ihr vielleicht noch ein bisschen mehr Griess, wenn die Masse zu feucht ist. 
    • Beschichtete Pfanne vorheizen, Olivenöl hineingeben und Burger – Patties von jeder Seite goldbraun anbraten (ca. 5 Minuten von jeder Seite). 
    • Brötchen auseinander schneiden, mit Mango Chutney beginnen, anschließend die einzelnen Zutaten nach Belieben aufeinander schichten und genießen.