Manchmal entscheidet das Leben, dass es andere Wege gehen möchte als jene, die man selbst vorgesehen hat. So hat uns unser Pfad über sehr steinige Passagen geführt, weswegen wir uns für eine gewisse Zeit zurückgezogen haben. Um zu atmen. Um wieder Luft zu bekommen. Um überhaupt herauszufinden, was wir mit diesem Leben anfangen wollen, wie wir uns definieren und was unsere innigsten und tiefsten Träume sind. Jeder für sich und beide gemeinsam als Team. Nun sind wir stärker zurück und wir können stolz sagen, dass unsere Motivation, zusammen zu wachsen und etwas auf die Beine zu stellen grösser ist als je zuvor. Unter anderem bedeutet das auch, Bisstacchio wachsen und blühen zu lassen.  

Sizilien – die italienische Schönheit

Viele Inspirationen haben wir in unserem Aufenthalt in Sizilien gefunden, eine Insel, die in ihrer Ursprünglichkeit wahrhaftig eine Perle ist. Die Herzlichkeit der Sizilianer ist ansteckend und jeder Ort verzaubert mit dem Mix aus altarabischem Charme, sandfarbenen Gebäuden, verwinkelten Gassen und gutem Essen an jeder Ecke. Essen… Ja, klar, die italienische Küche ist sowieso schon lecker, aber die geballte Ladung an frischen Nahrungsmitteln und überraschenden Gerichten lässt einen nur noch satt und glücklich zurück. Angefangen mit rohen Garnelen, die in einer Marinade aus Öl und Gewürzen serviert werden über den Schwertfisch mit seinem festen, aber durchaus schmackhaften Fleisch hin zu all dem Gemüse und den Früchten, die sich auf den bunten Märkten von Palermo finden lassen hin zu der absolut besten Süssspeise weltweit: Cannoli. Cannoli bestehen aus Teigrollen, die frittiert werden und im Anschluss mit einer Creme aus Schafsricotta und Schokoladestückchen, sowie kandierten Früchten gefüllt werden. Sensationell.  

Ein originales Cannolo – Rezept darf natürlich auf einem österreichisch – sizilianischen Blog nicht fehlen: wir arbeiten schon daran, versprochen(und müssen härter als zuvor an unserer Figur arbeiten, um nicht irgendwann selbst wie ein Cannolo auszusehen).

Elios – best of Sicily

Guido und Nicola

Wir haben Fabios Freunde Nicola und Guido, die Gründer von Elios, auf ihrem Weingut in Alcamo besucht und haben uns verzaubern lassen von der Lage der Weinreben, die mit Blick auf das Meer ihre Blätter der Sonne entgegenstrecken dürfen, um die besten Weintrauben wachsen zu lassen. Wir haben viel über Wein geredet, was eine biologische Anbauweise von der konventionellen unterscheidet und welche Sorten sie überhaupt anbauen, um die guten Tropfen schlussendlich im Sonnenuntergang mit einem Lächeln auf den Lippen zu geniessen. 

Mehr über Elios findet ihr hier. 

Geheimtipps zwischen Vulkanen, Weinhängen und karibikblauem Meer.

Ein Geheimtipp für alle, die nach Sizilien reisen ist Castellammare del Golfo, ein kleiner Ort unweit von Palermo, der Hauptstadt. Er bezaubert mit einem wunderschönen Hafen und einem Meer, das so schön sonst nur in der Karibik ist. Weiterer Geheimtipp: Boot mieten und das Meer für sich alleine geniessen, während man die atemberaubende Küstenlinie bestaunen kann. 

Palermo ist entzückend – es herrscht ein quirliges Treiben, man spürt das Leben an jeder Ecke, es ist ein wenig chaotisch, es ist laut, es düsen Autos und Scooter durch die ganze Stadt und im Strassenverkehr kamen in mir teils Erinnerungen an Indonesien hoch – Regeln… Cos’è quello? (Was ist das?) Der Stärkere bzw. Frechere gewinnt, aber erstaunlicherweise funktioniert das ziemlich gut. Vielleicht auch nur, weil Fabio gefahren ist und nicht ich… Aber man kann nur spekulieren.

Für alle Foodverrückten, die in Palermo unterwegs sind: diese Märkte (und noch viele mehr) bieten euch die fantastischsten Köstlichkeiten an:

Sizilianische Spezialitäten, die dort angeboten werden sind gekochter Octopus, an dem das beste übrigens der Kopf ist, wenn es nach Fabio geht. Ich bin mir da noch nicht so sicher… Gekochte Schnecken findet man auch an jeder Ecke, die man mit einer speziellen Technik aus ihrem Häuschen saugt. Arancine (frittierte Reisbällchen, die mit verschiedensten Zutaten gefüllt werden), Panelle (so eine Art Pfannkuchen aus Kichererbsenmehl) und nicht zu vergessen: Stigghiola. Das ist aber wirklich nur was für Probierwütige, denn es ist nichts anderes als Kalbs- oder Lammdarm, der aufgespiesst und mit ein wenig Frühlingszwiebeln und Salz verfeinert wird, anschliessend kommt das ganze auf den Grill und wird mit Zitronensaft genossen. Da spalten sich aber sogar die Gaumen der Sizilianer – manche lieben es, manche probieren’s ein ganzes Leben lang nicht. Dreimal dürft ihr raten, in welche Kategorie Fabio fällt 😉

Um euch den Appetit nicht ganz zu verderben kommt noch ein Tipp für die besten Cannoli: Piana degli Albanesi. Nicht nur für die leckeren Cannoli ist dieser Ort einen Ausflug wert, es steckt eine interessante Geschichte dahinter, denn hier wird neben Italienisch und Sizilianisch auch noch Albanisch gesprochen. Die Ortsschilder gibt es in zweifacher Ausführung, um den Sprachen gerecht zu werden. Der Ort wurde von Albanischen Einwanderern gegründet, die vor der Invasion der Türken fliehen mussten.

Wusstet ihr übrigens, dass Sizilianisch eine eigene Sprache ist und nicht nur ein italienischer Dialekt? Wusstet ihr, dass Sizilien nur 145 Kilometer von Tunesien weg ist?

Was wäre Italien ohne eine phänomenale Pasta-Sauce?

Diese Pasta-Sauce ist aus der reinen Not entstanden, denn wir haben in unserem Garten zwei Zucchine – Pflanzen, die unaufhörlich wachsen und wachsen und wir träumen schon von gelben Zucchine, die uns verfolgen. Deswegen habe ich ganz viel Gemüse geschnappt, geschnippelt und in einen Topf geschmissen. Das ist die wahre Geschichte hinter dieser Leckerei.

Nach all den gegrillten, gekochten oder roh gegessenen Meeresfrüchten und Ähnlichem (um euren Appetit zu wahren) ist dies wahrscheinlich eine gern gesehene Alternative. Zudem vegan. Alles, was da rein kommt ist Gemüse, Kräuter, ein bisschen Salz und Olivenöl. Und natürlich Liebe.

Wir freuen uns natürlich riesig, wenn ihr unsere Kreationen ausprobiert und würden sie liebend gerne sehen. Verlinkt uns auf Instagram doch mit @bisstacchio und dem Hashtag #bisstacchiorecipes.

Gemüsesauce

Eine geballte Ladung Gemüse mit bestem Olivenöl. Entweder pur oder mit Pasta, Reis oder einem knusprigen Weissbrot genossen, macht diese Gemüsesauce so richtig war her.
Drucken Pin Rate
Gericht: Main Course
Land & Region: Italian
Keyword: einkochen, Gemüse, Gemüsesauce, Pastasauce, Zucchine
Vorbereitungszeit: 1 Stunde
Zubereitungszeit: 2 Stunden
Arbeitszeit: 3 Stunden
Portionen: 9 Gläser à 400ml

Equipment

  • 9 saubere Gläser à 400 ml

Zutaten

  • 2 kg Zucchine
  • 1.5 kg Tomaten
  • 3 Karotten
  • 3 Paprika, rot
  • 1 Aubergine
  • 250 ml Olivenöl
  • 200 g Zwiebeln
  • 8 Knoblauchzehen
  • 2 EL Salz
  • 2 Bund Petersilie
  • Pfeffer, Chilipulver

Anleitungen

  • Das gesamte Gemüse waschen und alles ausser die Tomaten in kleine Würfel schneiden. Beiseite stellen.
  • Tomaten in grössere Stücke schneiden und mit einem Standmixer grob zerkleinern.
  • Zwiebeln und Knoblauch schälen und in feinste Würfel schneiden.
  • Olivenöl in einem grossen Topf erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin anschwitzen, bis sie glasig sind. Anschliessend das gesamte geschnittene Gemüse und die zerkleinerten Tomaten hinzugeben.
  • Petersilie waschen und fein hacken. Zum Gemüse geben.
  • Mit Salz, Pfeffer und nach Wunsch Chilipulver würzen.
  • Für 1.5 – 2 Stunden köcheln lassen.
  • 15 Minuten vor Ende der Kochzeit Gläser bei 110° in den Ofen stellen. Deckel in einem Topf mit Wasser für ca. 5 Minuten kochen.
  • Heisse Gemüsesauce in die Gläser abfüllen, verschliessen, auf den Kopf drehen und auskühlen lassen.

Notizen

Haltbarkeit: meine Gläser waren bisher immer mind. ein Jahr haltbar bei hygienischem Arbeiten. Meistens aber haben sie diese lange Zeit gar nicht überlebt.